IFRS 16 Lease Modification Accounting — Auf Deutsch
Wie werden Leasingmodifikationen nach IFRS 16 bilanziert?
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Grundprinzip
Eine Leasingmodifikation ist eine Änderung der Vertragsbedingungen, die das Recht auf Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswerts ändert (IFRS 16.44). Sie wird entweder als separate Leasingverhältnis (prospektiv) oder durch Neubewertung der bestehenden Verbindlichkeit und des Nutzungsrechts (IAS 36) bilanziert.
Wie IFRS 16 Lease Funktioniert
Abgrenzung der Modifikation (IFRS 16.43–44): Eine Modifikation liegt vor, wenn sich der Umfang oder der Gegenleistungsbetrag ändert (z. B. Vertragsverlängerung, Reduzierung von Mietfläche, Änderung der Leasinggebühren). Ist die Änderung eine eigenständige Leasingkomponente, wird sie als neues Leasingverhältnis behandelt.
Neubewertung des Leasingverbindlichkeitssaldos (IFRS 16.45–47): Bei Modifikationen wird der Leasingverbindlichkeitssaldo mit dem revidierten Diskontierungssatz (IFRS 16.26) neu bewertet. Der Unterschied zwischen dem neuen und alten Barwert wird als Anpassung des Nutzungsrechts erfasst. Änderungen des Leasingzinssatzes werden übergangsweise erfasst.
Anpassung des Nutzungsrechtsvermögens (IFRS 16.45): Das Recht auf Nutzung wird um den Betrag der Neubewertung der Leasingverbindlichkeit angepasst. Dies kann zu sofortiger Abschreibung führen, wenn das Nutzungsrecht negativ wird (z. B. bei Reduzierung von Leasingzahlungen).